Acadia National Park

Der Acadia National Park befindet sich in einem Küstengebiet im US Bundesstaat Maine. Er dehnt sich über einer Gesamtfläche von knapp 200km aus, wobei sich der Großteil auf Mount Desert Island befindet. Im Park lassen sich sämtliche Naturphänomene finden, die die Nordostküste zu bieten hat.
Gletscher aus der Eiszeit, zahlreiche kleine Inseln, langgezogene Täler, saubere Seen und mehrere Gebirge sind nur einige Beispiele einer Landschaft, die nicht nur auf amerikanischem Boden Ihresgleichen sucht. Mount Desert Island besticht zudem durch wunderschöne Fjorde und tiefe Buchten, welche sich im Laufe der sehr langen Geschichte dieses Territoriums gebildet haben. Auch zahlreiche Wälder, in denen sich verschiedene Fichtenarten sowie Tannen, Birken, Ahorn, Eichen, Buchen und Espen abwechseln, prägen das Landschaftsbild des Parks. Die Lage an der Küste sorgt zudem für ein feuchtes Klima, welches das Wachstum verschiedener Moose, Farne und Wiesen vorantreibt.
Eine einzigartige Tierwelt
Der Park ist ebenfalls für eine einzigartige Tierwelt bekannt. Dabei sind es vor allem seltene Vogelarten, die das Interesse der Besucher wecken. Seeschwalben, Regenpfeifer, Alken und Seetaucher sind nur einige Exemplare, welche die meisten Touristen hier zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Auch Säugetiere sind im Park häufig anzutreffen. Biber, Waschbär, Murmeltier, Rotfuchs oder ungiftige Schlangenarten kreuzen hier mehrfach den Weg der Besucher. Vor der Küste und nahe der kleinen anliegenden Inseln lassen sich Robben, Schweinswale sowie verschiedene Delphinarten entdecken.
Sehenswürdigkeiten
Bei einer Wanderung durch den Nationalpark kommt man nahezu zwangsweise auf die Park Loop Road, welche an den schönsten Attraktionen vorbeiführt. Besonders sehenswert ist hierbei der Champlain Mountain Aussichtspunkt von dem Besucher einen atemberaubenden Blick auf das Küstengebiet der Insel genießen können. Ebenfalls unvergessen bleibt eine Besichtigung des Anemone Cave, eine an der Küste gelegene Höhle, die Fröschen und Salamander als Lebensraum dient sowie Thunder Hole, eine immense Felskluft, welche sich besonders bei Sturm abwechselnd mit Meereswasser füllt und leert. Ein faszinierender Atlantikblick bietet sich Besuchern auf dem Otter Cliff, eine Granitfelswand, die sich weit in die Höhe streckt. Touristen, die von Granitblöcken nicht genug bekommen können, sollten mit einem Boot zu Baker Island übersetzen. Auch die Schoodic Peninsula ist dank zahlreicher Aussichtspunkte und einer imposanten Felsküste durchaus einen Besuch wert.
Touristen, die sich mehrere Tage im Nationalpark aufhalten möchten, sollten eine Übernachtung auf den Campingplätzen Bar Harbor und Seawall nachdenken. Hier kann man gegen ein relativ geringes Entgeld ganz mit der Natur verschmelzen. Diese Option sollte allerdings nur in den Monaten Juni bis September gewählt werden, da es in der restlichen Zeit des Jahres nachts sehr kalt und teilweise feucht wird.